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Die Umweltliberalen ziehen mit zwei Kandidaten aus der Region Rheintal-Werdenberg
in die Nationalratwahlen
ALTSTÄTTEN. Auf der Liste der Umweltliberalen Bewegung UILB findet sich
unter den zwölf Namen auch der von Richard Höber, Altstätten.
Höber arbeitet fast von der ersten Stunde an im kantonalen Vorstand der
ULB mit. Mit seinem Engagement will er das umweltliberale Gedankengut im Rheintal
verbreiten und fördern.
Max Pflüger
Im Jahre 1993 wurde die Umweltliberale Bewegung durch eine Gruppe nachhaltig
politisierender FDP-Mitglieder unter Führung von Johannes Rutz gegründet.
Die damalige ULSG (seit 2003 ulb) wurde als Erneuerungsbewegung von freisinnigen
Frauen und Männern als Antwort auf die seit Mitte der achtziger Jahre zunehmende
Desorientierung und fortschreitende Schwächung der Mitteparteien gegründet.
Im Rheintal war es vor allem der Tier- und Naturschützer Richard Höber,
der sich als FDP-Mitglied von der Arbeit der Umweltliberalen angesprochen fühlte.
Ein tierliebender Freisinniger

Richard Höber ist im Rheintal als freisinniger Journalist und Tierschützer
bestens bekannt. Er war 3 Jahre Redaktor beim „Rheintaler“ und anschliessend
bis zu seiner Pensionierung 12 Jahre Regionalredaktor beim „St.Galler
Tagblatt“ und während vieler Jahre politisch aktiv. Ein volles Dutzend
Jahre amtierte er als Präsident der FDP Altstätten. Als FDP-Vertreter
war Höber auch Mitglied der Altstätter Spital- und der Altstadtkommission.
Aber auch in Natur- und Tierschutzkreisen hat sich Richard Höber einen
guten Namen geschaffen. Zehn Jahre lang stand er dem Tierschutzverein Rheintal
vor. Er betreute in dieser Zeit in seinem privaten Garten die Igelstation Rheintal,
er war und kämpfte an vorderster Front für die Schaffung der Naturschutzgebiete
im Bannriet.
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Die Gründung der Umweltliberalen Bewegung innerhalb der FDP kam dem auf
Nachhaltigkeit bedachten Politiker Richard Höber entgegen. Mit seiner immer
mehr auf Wirtschaftanliegen reduzierten Partei kam er zusehends in innere Konflikte.
Höber fand die Kehrtwende bei der Umweltliberalen Bewegung. Schon bald
nach deren Gründung war Richard Höber Mitglied des kantonalen Vorstands.
Gruppierung innerhalb des Freisinns
Die Umweltliberale Bewegung versteht sich bis heute nicht als Partei, sondern
als freie der FDP nahestehende liberale Gruppierung. Ihre Mitglieder sind auch
heute noch grossmehrheitlich eingeschriebene Mitglieder in der FDP. Eine Abspaltung
von Seiten der ULB fand nie statt und war nie das Ziel der Gruppierung. Auch
die Tatsache, dass heute nicht weniger als fünf FDP-Kantonsräte sowie
Regierungsrat Willi Haag und Ständerätin Erika Forster sich zur Umweltliberalen
Bewegung bekennen, zeigt deutlich die enge Beziehung der ULB zur Mutterpartei.
Zu ihren Zielen sagt die ULB: „Die Umweltliberale Bewegung verbindet
in ihrer Politik die Werte des Liberalismus mit der Leitidee der Nachhaltigkeit,
welche ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte gleichwertig
einbezieht.“ In der Agenda der ULB stehen die Förderung von Bildung
und Forschung, die Sicherung der Sozialwerke und die Förderung der Eigenverantwortlichkeit,
eine ausgewogene Energie- und Verkehrspolitik, die Förderung umweltfreundlicher
Technologien, der Erhalt der Umwelt, die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen
für die Wirtschaft sowie die Stärkung des Mittelstandes.
Die ULB im Rheintal
Nach einer anfänglichen Begeisterung für die damalige ULSG mit einigen
prominenten Mitgliedern im unteren Rheintal erlahmte bald der erste Schwung
und die Bewegung löste sich nach wenigen Jahren auf. Nur Richard Höber
harrte aus und verblieb im Kantonalvorstand aktiv.
Zusammen mit Iris Studer, Salez, als Präsidentin, Michael Berger, Haag,
und Erio Ravaioli, Marbach, baute er in den letzten drei Jahren die Bewegung
als ULB Rheintal-Werdenberg neu auf. Die Gruppierung ist immer noch im Aufbau
begriffen. „Ortsparteien“ oder kleinere Regionaleinheiten gibt es
nicht. Die ULB zählt heute im Kanton rund 350 Mitglieder, von Sevelen bis
Rheineck rund 25.
Mit der Teilnahme an den Nationalratswahlen wollen der Rheintaler Richard Höber
und der Werdenberger Michael Berger ihre Gruppierung in der Region weiter bekannt
machen und das umweltliberale Gedankengut im Rheintal und im Werdenberg besser
verankern.
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